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Aktuell (Seite 13/44)

01. Februar 2022

Newsletter Februar 2022

Aufbruchsstimmung statt Wintergrau

Liebe Freundinnen und Freunde,

nachdem der Januar mit dem Jahrestag der Befreiung Auschwitz’ wie immer eher nachdenklich endete, schauen wir im Februar auf etliche erfreuliche Termine.
Zunächst feiert unser Freundeskreis am 8. Februar sein 25-jähriges Bestehen. Er wurde 1997 gegründet, um dem Wehnerwerk zu einem eigenen Haus zu verhelfen. Nachdem das Ziel mit dem Umzug 2020 erreicht war, widmet er sich nun der allgemeinen Förderung unserer politischen Bildungsarbeit.
Mitte Februar tritt die Bundesversammlung zusammen, um das Staatsoberhaupt für die Bundesrepublik Deutschland zu wählen. Und wie es aussieht, wird der amtierende Bundespräsident und ehemalige Sprecher unseres Freundeskreises Frank-Walter Steinmeier mit übergroßer Mehrheit wiedergewählt. Für dieses Amt nominiert zu werden, sei eine „große Ehre“, schreibt der Politikwissenschaftler Werner Patzelt in seinem jüngst veröffentlichten Austrittsschreiben aus der diskreditierten „WerteUnion“ – wenigstens damit hat er Recht. Wir wünschen Frank-Walter für den Fall seiner Wiederwahl eine erfolgreiche zweite Amtszeit, den einen oder anderen Impuls für die politische Bildung in diesem Lande und in fünf Jahren wären wir nicht traurig darüber, eine Frau in diesem Amt zu sehen.
Frauen haben es nicht nur im höchsten Amt der Bundesrepublik schwer, gerade auf der Ebene der Kommunalpolitik sind sie viel zu wenig vertreten. Warum das so ist, untersucht gerade eine Gruppe Studierender der Evangelischen Hochschule Dresden mit einer Umfrage. Das zu ändern versucht derweil unsere Reihe „Frauen in die Komunalpolitik“ mit vielen Seminaren im ländlichen Raum. Weitere Informationen findet ihr weiter unten.
Zuletzt verweisen wir noch gern auf die Ausschreibung des David-Schmidt-Preises, der dieses Jahr wieder ausgelobt wird. Falls ihr selbst in einer Initiative aktiv seid oder eine kennt, die für herausragendes soziales oder sozialpolitisches Engagement geehrt werden sollte, könnt ihr sie über das Formular im Artikel vorschlagen.

Mit demokratischen Grüßen
Euer Wehnerwerk-Team

28. Januar 2022

Seminarreihe: Fit für die Kommunalpolitik

Kommunen sind das Herzstück unserer Demokratie. Im Mai 2024 werden in Sachsen wieder neue Gemeinde- und Stadträte gewählt. Frauen sind besonders in der Kommunalpolitik unterrepräsentiert. Das hat viele Ursachen. Eine ist die mangelnde Ermutigung und Unterstützung. Deshalb wollen wir mit Erfahrung , Know-how und Vernetzung allen, die sich für ihre Gemeinde oder ihren Kreis engagieren wollen, auf dem Weg zum Mandat den Rücken stärken. Mit Seminaren in der Oberlausitz, Mittelsachsen und dem Erzgebirge kommen wir direkt zu euch vor Ort und setzen bei euren Bedarfen an.
In dieser Workshopreihe lernen die Teilnehmenden den Willensbildungsprozess in kommunalen Gremien kennen. Rechte und Pflichten der Ratsmitglieder werden ebenso thematisiert wie auch die Kompetenzen von Bürgermeister*innen und Landrät*innen.


Termine

28. Januar 2022

Umfrage: Frauen in der Kommunalpolitik

Student*innen der Evangelischen Hochschule Dresden suchen Teilnehmer*innen im Rahmen einer Forschungsarbeit zur Frage, warum Frauen in der sächsischen Kommunalpolitik unterrepräsentiert sind. Sie möchten herausfinden, mit welchen Hürden sie sich konfrontiert sehen, wenn sie sich kommunalpolitisch engagieren, beziehungsweise was sie davon abhält. Mitmachen können also alle Frauen, die kommunalpolitisch aktiv sind, waren oder den Schritt zum Mandat am Ende nicht gemacht haben. Die Umfrage ist natürlich anonym und dauert circa 15 Minuten.
Hier geht es zum Fragebogen: http://www.studip.ehs-dresden.de/questor/l/kommunalpolitik

21. Januar 2022

Ausschreibung: David-Schmidt-Preis für soziales und sozialpolitisches Engagement

Ausschreibung 2022 mit einem Sonderpreis des Noteingang e.V.

Wir kannten da mal einen,
… der war engagiert.
… der war politisch – und der hatte absolut nichts übrig für Nazis.
… der setzte sich für Jugendliche ein.
… der kämpfte für Gerechtigkeit – im Großen wie im Kleinen.
… der eckte an – aber das war ihm egal.
… der war inspirierend.
… der war ein Künstler – von Punkkultur bis Film, immer ein Genuss.
… der spottete über Geschlechterklischees.
… der inspirierte diskriminierte Menschen dazu, sich zusammenzutun und sich für ihre Rechte stark zu machen.
… der war unglaublich witzig.

Kennst Du jemand, der*die ähnlich unterwegs ist wie David? Engagiert, begeistert für ein Projekt oder mehrere?
Dann schreib eine Bewerbung – in Deinem Namen oder für jemand anderen! Wir suchen wieder Aktionen, Engagement oder Ideen, die sich auf kreativ-künstlerische, provokativ-politische und emanzipatorisch-partizipative Art und Weise dafür einsetzen, dass die Welt im Großen oder im Kleinen gerechter und besser wird. Die Welt heißt hier erst einmal Sachsen und ehrenamtliches Engagement. Aber auch, wer in seinem beruflichen Bereich weit mehr als das Nötige mit viel Eigenem leistet, ist willkommen! Unser Maßstab und der der ehrenamtlichen Jury ist und bleibt: Hätte Deine Idee, Dein Projekt die Anerkennung von David bekommen? Danach wählen wir aus. Als Preisgeld winken 500 Euro.

Sonderpreis Noteingang e.V.: Engagement während der Pandemiezeit
Trotz der bekannten Nöte in der Coronazeit möchte der Noteingang e.V. auch wieder einen Sonderpreis ausloben. Für den Preis 2022 liegt der Fokus auf genau diesem besonderen Engagement während der Pandemiezeit. Wer hat etwas unter diesen schwierigen Bedingungen am Laufen gehalten, neu in Szene gesetzt oder unterstützt? Lasst es uns wissen! Der Sonderpreis ist mit 250 Euro dotiert.

Die Jury des David-Schmidt-Preises freut sich auf Eure Bewerbungen und Vorschläge bis zum 28. Februar 2022 über unser Online-Formular. Die volle Ausschreibung findet Ihr unter Downloads

13. Januar 2022

Der alte Leipziger Bahnhof soll Gedenkort werden!

Aufruf des Bündnisses Herz statt Hetze zur Gedenkveranstaltung am 20. Januar 2022, anlässlich der ersten Deportationen von Jüdinnen und Juden aus Dresden vor 80 Jahren am Alten Leipziger Bahnhof

Vor 80 Jahren, am Morgen des 21.01.1942 fand vom Alten Leipziger Bahnhof in Dresden die erste Deportation Jüdischer Menschen aus Dresden statt.
Lediglich eine kleine Tafel am Eingang des Neustädter Bahnhofs erinnert heute daran. Für den Alten Leipziger Bahnhof wünschen wir uns, dass dort ein Ort des Gedenkens und Erinnerns aber auch des gemeinsamen Nachvornschauens entsteht.
Das hat uns bewogen, mit gleichgesinnten Menschen nach einer Möglichkeit zu suchen, der Stadt einen Anstoss zu geben, ein solches Projekt jetzt in Angriff zu nehmen und nicht erst in 5 oder 10 Jahren.
Eine Kunstinstallation des Künstlers David Adam und eine Gedenkveranstaltung am 20.01.2022 sind unser Auftakt, damit dieser Ort nach und nach seiner Bestimmung gerecht wird.

Am 20.01.2022

  • Gedenkkundgebung am Alten Leipziger Bahnhof (Leipziger Straße 1, 01097 Dresden); Beginn 18:00 Uhr
  • Die Veranstaltung läuft auch als Livestream. Die Einwahldaten werden am Tag vor der Veranstaltung hier veröffentlicht.

Am 20.01. & 21.01.

  • Installation „Wann. Wieviele. Wohin.“ von David Adam an der Fassade der Ruine des Alten Leipziger Bahnhofs sowie Audiotrack „Deportation und Vernichtung – Ereignis ohne Zeugnis?“ aus dem Dresdner Audiostadtrundgang „audioscript“
  • individuelles Erinnern und Kerzenaufstellen vor Ort