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Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V.

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Aktuelles-Artikel

21. Juli 2026

Freie Mitarbeit für politische Bildungsfahrten gesucht

Du interessierst dich für Politik, Geschichte und gesellschaftliche Zusammenhänge? Du organisierst gern, arbeitest eigenverantwortlich und möchtest dein Wissen in der Praxis einbringen?

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk sucht Studierende sowie politisch und historisch interessierte Menschen als freie Mitarbeiter für die Planung, Organisation und Begleitung von Bildungsfahrten der politischen Erwachsenenbildung.

Ob neben dem Studium, als freiberufliche Nebentätigkeit oder als ergänzende Tätigkeit zu deiner beruflichen Arbeit – wir freuen uns auf Menschen, die politische Bildung aktiv mitgestalten möchten.

Das bringst du mit

  • Organisationstalent und Zuverlässigkeit
  • Selbstständige und flexible Arbeitsweise
  • Interesse an politischer Bildung sowie Zeitgeschichte und Demokratie
  • Sicherer Umgang mit Word und Excel
  • Freude am Umgang mit Menschen und an der Begleitung von Gruppen
  • Offenheit sowie ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und einer respektvollen Diskussionskultur

Das erwartet dich

  • Planung, Organisation und Begleitung von Bildungsfahrten
  • Zusammenarbeit mit erfahrenen Referent:innen und Bildungspartner:innen
  • Eigenverantwortliches Arbeiten mit abwechslungsreichen Projekten
  • Ein Arbeitsplatz in unserem Büro in der Devrientstraße 7 in Dresden
  • Vergütung: 15 € pro Stunde
  • Umfang: etwa 6–8 Stunden pro Woche – je nach Projekt auch flexibel planbar.

Warum sich die Mitarbeit lohnt

✨ Politische Bildung praktisch gestalten: Du arbeitest an realen Bildungsprojekten mit und vermittelst Geschichte und Politik außerhalb des Seminarraums.
✨ Organisation und Projektmanagement: Du entwickelst Kompetenzen, die in vielen beruflichen Kontexten gefragt sind – von der Planung bis zur Durchführung komplexer Veranstaltungen.
✨ Kommunikation und Moderation: Du begleitest Teilnehmende, unterstützt den Austausch in Gruppen und sammelst wertvolle Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
✨ Persönliche und fachliche Weiterentwicklung: Du vertiefst dein Wissen über Politik, Geschichte und Gesellschaft und setzt dich mit aktuellen demokratischen Herausforderungen auseinander.
✨ Ein starkes Netzwerk: Du lernst engagierte Menschen aus Bildung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kennen.
✨ Sinnvolle Tätigkeit: Du trägst dazu bei, politische Bildung erlebbar zu machen und Menschen zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung anzuregen.


Interesse?
Dann freuen wir uns auf deine kurze, aussagekräftige Bewerbung.

Kontakt:
Markus Börner
E-Mail: boerner@wehnerwerk.de

Aktuelles-Artikel

17. Juli 2026

„Sie wurden eingesperrt, weil sie frei sein wollten!“

Am Samstag, den 11. Juli 2026 durften wir zwei beeindruckenden Frauen zuhören: Konstanze Helber und Margitta Becke vom Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V.. Im Rahmen unserer Veranstaltung „Wege in die Freiheit“ berichteten sie von ihren Beweggründen, die DDR zu verlassen, von ihren Fluchtversuchen und ihrer Haft im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck.

Es war ein Nachmittag, der noch lange nachwirkt – tief bewegend, zugleich ermutigend und geprägt von herzlichen Begegnungen.

Unser herzlicher Dank gilt den beiden Zeitzeuginnen für ihre Offenheit und ihren Mut, über das erlebte DDR-Unrecht zu sprechen. Mit ihrem unermüdlichen Erinnern machen sie deutlich, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte und Freiheit sind.

Ebenso danken wir dem Dirk Vogel für seine sensible fotografische Annäherung, die in den Porträts der „Frauen von Hoheneck“ eindrucksvoll sichtbar wird. Er gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, die noch bis zum 5. Oktober 2026 im Herbert-Wehner-Haus zu sehen ist.

Ein besonderer Dank geht auch an Cathia Hecker, deren Interviewtexte den porträtierten Frauen eine eindringliche Stimme verleihen. Das Begleitbuch zur Ausstellung erscheint am 22. Juli 2026 im Vergangenheitsverlag – ein Buch gegen das Vergessen, das wir euch sehr ans Herz legen.

Ein besonderer Moment war für uns die Anwesenheit der 95-jährigen Annemarie Krause, selbst eine der porträtierten Frauen, die gemeinsam mit ihrer Tochter Verena an der Veranstaltung teilnahm. Wer die Ausstellung besucht und das Begleitbuch liest, wird verstehen, warum ihre Geschichte so berührt.

Unser Dank gilt außerdem Prof. Dr. Christoph Meyer, der in seinem Vortrag Herbert Wehners Rolle bei den Häftlingsfreikäufen aus der DDR einordnete, sowie Sonnhild Lindner, die die Korrespondenz ihrer Familie mit den Wehners mit uns teilte. Ihren Freikauf verdankte sie unmittelbar dem Einsatz von Herbert und Greta Wehner.

Historiker und Kurator Peter Wellach inspirierte uns mit seinem Podiumsbeitrag direkt zu einer Bildungsfahrt im Jahr 2027, die den Weg in die Freiheit vom ehemaligen Kaßberg-Gefängnis – dem „Tor zur Freiheit“ – bis zum ehemaligen Notaufnahmelager Gießen nachzeichnen wird. Beide Orte sind heute bedeutende Lern- und Erinnerungsorte, deren Ausstellungen von beier+wellach konzipiert wurden.

Und natürlich danken wir Pia Heine, die mit Empathie und großer Sachkenntnis durch den Nachmittag geführt hat.

Um es mit Karins gern verwendeten Worten zu sagen: „Es war uns ein Fest“ – eines anlässlich des 120. Geburtstags von Herbert Wehner.


Feedback

„Liebe Frau Pritzel, liebe Frau Seifert,
was war das für ein schöner Samstag mit der großartigen Veranstaltung. Ihre Vorbereitungen dazu waren aufwändig und für uns „Betroffene“ glichen diese einer besonderen Wertschätzung.“
(Konstanze Helber)

„Ich fand die Veranstaltung auch sehr gelungen: Die Bilder hingen einfach toll, die Raumgestaltung wunderschön und die Begegnungen und Impulse sehr beeindruckend. Vielen Dank Ihnen für alle Mühe und diese Möglichkeit!“ (Cathia Hecker)

„Geschichte muss man erleben, um zu verstehen. Umso schöner, wenn man eine Tochter hat, die gerne intensiv in längst Vergangenes einsteigt, zuhört, nachfragt. So haben wir heute gemeinsam die Gelegenheit genutzt, den 120. Geburtstag von Herbert Wehner im gleichnamigen Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. mit einer hochinteressanten Veranstaltung zu den „Frauen von Hoheneck“ zu begehen. Super Initiative! Die Ausstellung selbst ist lohnenswert – und noch bis Oktober an der Devrientstrasse in Dresden zu sehen. Gleichzeitig gab es heute eine Gesprächsrunde mit Zeitzeuginnen und einer historischen Einordnung zur Rolle Wehners bei den Freikäufen aus der DDR. Ein dunkles Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf.
Das ist auch Gitta Becke wichtig. Die engagierte Seniorin wollte Ende der 70er Jahre der politischen Engstirnigkeit in Sachsen entfliehen und landete statt im Westen im Gefängnis. Heute lebt sie wieder in Dresden und sagt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass sie überhaupt über die schlimme Zeit in Hoheneck sprechen kann. Trotzdem tut sie es, auch und ganz besonders gern mit Jugendlichen, wie meiner geschichtsbegeisterten 16-Jährigen, die sie beim Gehen extra nochmal ansprach. Wäre ein Selfie wert gewesen, so war es ein sehr herzlicher Austausch über Generationen und Lebenswege hinweg.“
(Dana Ritzmann in einem LinkedIn-Beitrag)


Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“

Die Foto- und Dokumentationsausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ ist noch bis zum 5. Oktober 2026 im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses, Devrientstr. 7 in Dresden zu sehen. Ein Besuch ist während der Geschäftszeiten, Mo-Fr 10:00 bis 15:30 Uhr möglich. Wir bitten um vorherige ANMELDUNG per E-Mail an: info@wehnerwerk.de

Aktuelles-Artikel

01. Juli 2026

Neue Mitarbeiterin in der kommunalpolitischen Bildung

Viele von euch kennen sie bereits als freie Mitarbeiterin des Wehnerwerks: Mila Aurelia Hübler. In den vergangenen Jahren plante, organisierte und begleitete sie zahlreiche Bildungsfahrten. Außerdem war die studierte Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin im Bereich der politischen Bildung der Bundeswehr tätig und kennt die Arbeit des Wehnerwerks aus unterschiedlichen Perspektiven. Seit dem 1. Juli 2026 verstärkt sie das Team im Bereich der kommunalpolitischen Bildungsangebote.

Wir freuen uns, dass Mila nun fest zum Team gehört, und heißen sie in ihrer neuen Rolle herzlich willkommen.

Aktuelles-Artikel

30. Juni 2026

Weitersagen: Sommerpraktikum im Wehnerwerk

Unser beliebtes Sommerpraktikum ab Mitte August ist noch zu haben. Zum Praktikum gehört unter anderem die Teilnahme an unserer nunmehr 27. Sommerwerkstatt vom 31. August bis 4. September am herrlichen Grillensee nahe Leipzig. Dort beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema „Change Management und Konfliktlösung“.

Die Aufgaben im Praktikum sind abhängig von den anstehenden Veranstaltungen und Seminaren, orientieren sich aber vor allem an den Wünschen und der Initiative des bzw. der Praktikant:in. Von der Hilfe bei alltäglichen Büroaufgaben bis zur selbstständigen Konzeption und Durchführung eigener Veranstaltung ist alles möglich.

Wir bieten:
• Ein 3–6 wöchiges Praktikum im Rahmen der politischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
• Freie Teilnahme an allen während des Praktikums stattfindenden Seminaren
• Ein kleines, aufgeschlossenes und diverses Team
• Ein inklusives, barrierearmes Arbeitsumfeld
• Erfahrungen und Kontakte

Anforderungen:
• Studium eines geistes-, sozial-, erziehungs- oder wirtschaftswissenschaftlichen Faches (ab 3. Fachsemester) oder eine entsprechende Berufsausbildung
• Engagement, Motivation, zuverlässiges, eigenständiges und sorgfältiges Arbeiten
• Verantwortungsbewusstes, selbstbewusstes und kontaktfreudiges Auftreten
• Sicherer Umgang mit Office Programmen
• Sympathie für die Werte und Inhalte der Sozialdemokratie

Bei Interesse schickt eine kurze Bewerbung mit Lebenslauf an Karin Pritzel, Geschäftsführerin (pritzel@wehnerwerk.de).

Aktuelles-Artikel

25. Juni 2026

Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ eröffnet

Seit 24. Juni und noch bis zum 5. Oktober 2026 könnt ihr bei uns im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses (Devrientstr. 7 in Dresden) die Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ auf Anfrage besichtigen.

Die Foto- und Dokumentationsausstellung widmet sich den Schicksalen politischer Gefangener des berüchtigten DDR-Frauengefängnisses Hoheneck in Stollberg/Erzgebirge. Sie porträtiert Frauen, die inhaftiert wurden, weil sie sich dem SED-Regime widersetzten oder das Land verlassen wollten.

Zu sehen sind ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotografien des Fotografen Dirk Vogel sowie begleitende Texte von Cathia Hecker, die die Lebensgeschichten der Betroffenen erzählen: Geschichten von 19 Frauen und einem Mann, der als Kind mit seiner inhaftierten Mutter vor Ort war.

Es sind Gesichter, die uns in dieser Ausstellung begegnen. Gesichter von Frauen, die Unrecht erfahren haben – und die sich dennoch nicht darauf reduzieren lassen. „Die Frauen von Hoheneck“ ist keine Ausstellung über die Vergangenheit allein, sondern auch über die Gegenwart. Über Menschen, die heute auf uns blicken – selbstbewusst, verletzlich, geprägt von dem, was war, aber nicht allein darauf festgelegt.

Die Ausstellung wurde initiiert vom „Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V.“


Hier gehts zur ANMELDUNG oder ihr schickt uns eine E-Mail an: info@wehnerwerk.de


Die Ausstellungsmacher:innen

Cathia Hecker ist Kommunikations- und Fotodesignerin. In ihrer Arbeit verbindet sie Fotografie, Gestaltung und Text zu Projekten mit einem gesellschaftlichen und sozialen Schwerpunkt. Ihre Bildbände „Hanna, Lebensbilder eines Kindes“ und „Haus Iris – Porträts“, beschäftigen sich mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Mit Dirk Vogel arbeitete sie bereits für den Bildband „Zeugen der Zeit“ zusammen. Für die Interviews beschäftigte sie sich intensiv mit der Geschichte der Strafgefangenen in Hoheneck.

Dirk Vogel beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Thematik der DDR-Diktatur. 2011 publizierte er den Bildband „Gesichter der Friedlichen Revolution“, der Schwarzweißporträts von Männern und Frauen der DDR-Bürgerrechtsbewegung zeigt. 2022 fotografierte er den Bildband „Zeugen der Zeit“ mit Porträts von Zeitzeugen, die im Gefängnis Hohenschönhausen inhaftiert waren.

Das Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V. ist ein Zusammenschluss von Frauen, die aus politischen Gründen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR verfolgt und inhaftiert wurden. Der Verein setzt sich für die Aufarbeitung von Unrecht, die Erinnerung an die Opfer sowie für Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen ein. Zudem engagiert er sich in der Bildungsarbeit, um die Geschichte politischer Repression in der DDR öffentlich sichtbar zu machen.


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