Um unsere Angebote kundenorientierter zu gestalten würden wir Ihren Website-Besuch gerne mit der Matomo-Webanalyse erfassen. Um Ihre Entscheidung zu speichern wird ein sog. Cookie gesetzt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V.

Diese Seite gibt es leider nicht in leichter Sprache.

Aktuelles-Artikel

25. August 2026

Schutz und Verantwortung: Wehnerwerk beschließt Kinderschutzkonzept

Der Vorstand des Wehnerwerks hat am 24. August 2026 ein verbindliches Kinderschutzkonzept für das Herbert-Wehner-Bildungswerk und das Herbert-Wehner-Bildungswerk für Kommunalpolitik beschlossen. Damit stärken wir den Schutz von Kindern und Jugendlichen in unseren Bildungsangeboten und schafft klare Standards für Prävention, den Umgang mit Grenzverletzungen und mögliche Verdachtsfälle.

Politische Bildung soll Räume für Austausch, Lernen und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen – und diese Räume müssen sicher sein. Auch wenn sich unsere Angebote vor allem an Erwachsene richten, so finden doch aich immer wieder Workshops sowie andere Bildungsangebote mit und für Kindern und Jugendlichen statt. Sie haben ein Recht auf Schutz, Beteiligung und einen respektvollen Umgang.

Das neue Schutzkonzept legt deshalb verbindliche Regeln für alle fest, die pädagogisch für das Wehnerwerk tätig sind – von hauptamtlichen Mitarbeitenden und Honorarkräften über Praktikant:innen und FSJler:innen bis hin zu ehrenamtlich Tätigen und Vorstandsmitgliedern. Im Mittelpunkt stehen ein respektvoller und grenzachtender Umgang sowie der Schutz vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt, digitaler Gewalt und Diskriminierung.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Prävention. Pädagogisches Handeln soll transparent und nachvollziehbar sein, unbeaufsichtigte 1:1-Situationen werden vermieden und die Kommunikation mit Minderjährigen erfolgt ausschließlich über vereinbarte dienstliche Kanäle.

Auch Kinder und Jugendliche selbst werden ausdrücklich einbezogen: Sie haben das Recht, Kritik und Beschwerden zu äußern und Unterstützung zu erhalten. Dafür stehen unter anderem die Mitarbeitenden, die Geschäftsführung sowie die Awareness-Kontaktmöglichkeiten des Wehnerwerks zur Verfügung. Beschwerden werden vertraulich behandelt und zeitnah bearbeitet.

Für den Fall eines konkreten Verdachts legt das Konzept ein klares Vorgehen fest: Hinweise werden ernst genommen, dokumentiert und gemeinsam bewertet. Bei Bedarf wird externe Fachberatung hinzugezogen. Schutzmaßnahmen für Betroffene sowie gegebenenfalls die Einbeziehung des Jugendamtes oder anderer Stellen sind vorgesehen. Dabei gilt ausdrücklich: Keine Alleingänge – der Schutz und das Wohl des betroffenen Kindes oder Jugendlichen stehen im Mittelpunkt.

Mit dem Kinderschutzkonzept verbinden wir unseren Anspruch auf eine demokratische, diskriminierungssensible und solidarische Bildungsarbeit mit konkreter Verantwortung. Das Konzept soll nicht nur verbindliche Orientierung geben, sondern regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Eine Evaluation ist mindestens alle zwei Jahre sowie bei neuen Angebotsformaten, relevanten Vorfällen oder gesetzlichen Änderungen vorgesehen.

Kinderschutz ist für uns keine Formalie, sondern Teil unserer Verantwortung als Bildungsträger. Mit dem neuen Konzept wollen wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich bei unseren Veranstaltungen sicher fühlen, ihre Meinung äußern können und ernst genommen werden.

Aktuelles-Artikel

18. August 2026

Karin gratulierte der Bildungsstätte Bredbeck zum 50. Geburtstag

Wenn Niedersachsen sich selbst feiert (und das können sie gut), sind wir Sachsen gern dabei: Karin gratulierte live vor Ort der Bildungsstätte Bredbeck nahe Bremen zum 50. Geburtstag und feierte mit. Ein Hoch auf das ganze Team und die beiden Kolleg:innen Kirsten Dallmann und Jens Engel – beide ganz aktiv in unserem Lieblingsdachverband AdB. Ihr habt ein tolles Haus, seid kreativ, macht super Arbeit und bleibt nicht stehen.

Und wenn man schon mal in der Gegend ist, hat Karin als Impuls für unsere eigenen künftigen Fahrten gleich auch den Gedenkort Bunker Valentin besucht. Dieser Denkort in Bremen-Farge erinnert an die Zwangsarbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen den Bau eines gigantischen U-Boot-Bunkers im Zweiten Weltkrieg errichten mussten.

Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Wir freuen uns, wenn ihr ihn mit uns unternehmt.

Aktuelles-Artikel

21. Juli 2026

Freie Mitarbeit für politische Bildungsfahrten gesucht

Du interessierst dich für Politik, Geschichte und gesellschaftliche Zusammenhänge? Du organisierst gern, arbeitest eigenverantwortlich und möchtest dein Wissen in der Praxis einbringen?

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk sucht Studierende sowie politisch und historisch interessierte Menschen als freie Mitarbeiter für die Planung, Organisation und Begleitung von Bildungsfahrten der politischen Erwachsenenbildung.

Ob neben dem Studium, als freiberufliche Nebentätigkeit oder als ergänzende Tätigkeit zu deiner beruflichen Arbeit – wir freuen uns auf Menschen, die politische Bildung aktiv mitgestalten möchten.

Das bringst du mit

  • Organisationstalent und Zuverlässigkeit
  • Selbstständige und flexible Arbeitsweise
  • Interesse an politischer Bildung sowie Zeitgeschichte und Demokratie
  • Sicherer Umgang mit Word und Excel
  • Freude am Umgang mit Menschen und an der Begleitung von Gruppen
  • Offenheit sowie ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und einer respektvollen Diskussionskultur

Das erwartet dich

  • Planung, Organisation und Begleitung von Bildungsfahrten
  • Zusammenarbeit mit erfahrenen Referent:innen und Bildungspartner:innen
  • Eigenverantwortliches Arbeiten mit abwechslungsreichen Projekten
  • Ein Arbeitsplatz in unserem Büro in der Devrientstraße 7 in Dresden
  • Vergütung: 15 € pro Stunde
  • Umfang: etwa 6–8 Stunden pro Woche – je nach Projekt auch flexibel planbar.

Warum sich die Mitarbeit lohnt

✨ Politische Bildung praktisch gestalten: Du arbeitest an realen Bildungsprojekten mit und vermittelst Geschichte und Politik außerhalb des Seminarraums.
✨ Organisation und Projektmanagement: Du entwickelst Kompetenzen, die in vielen beruflichen Kontexten gefragt sind – von der Planung bis zur Durchführung komplexer Veranstaltungen.
✨ Kommunikation und Moderation: Du begleitest Teilnehmende, unterstützt den Austausch in Gruppen und sammelst wertvolle Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
✨ Persönliche und fachliche Weiterentwicklung: Du vertiefst dein Wissen über Politik, Geschichte und Gesellschaft und setzt dich mit aktuellen demokratischen Herausforderungen auseinander.
✨ Ein starkes Netzwerk: Du lernst engagierte Menschen aus Bildung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kennen.
✨ Sinnvolle Tätigkeit: Du trägst dazu bei, politische Bildung erlebbar zu machen und Menschen zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung anzuregen.


Interesse?
Dann freuen wir uns auf deine kurze, aussagekräftige Bewerbung.

Kontakt:
Markus Börner
E-Mail: boerner@wehnerwerk.de

Aktuelles-Artikel

17. Juli 2026

„Sie wurden eingesperrt, weil sie frei sein wollten!“

Am Samstag, den 11. Juli 2026 durften wir zwei beeindruckenden Frauen zuhören: Konstanze Helber und Margitta Becke vom Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V.. Im Rahmen unserer Veranstaltung „Wege in die Freiheit“ berichteten sie von ihren Beweggründen, die DDR zu verlassen, von ihren Fluchtversuchen und ihrer Haft im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck.

Es war ein Nachmittag, der noch lange nachwirkt – tief bewegend, zugleich ermutigend und geprägt von herzlichen Begegnungen.

Unser herzlicher Dank gilt den beiden Zeitzeuginnen für ihre Offenheit und ihren Mut, über das erlebte DDR-Unrecht zu sprechen. Mit ihrem unermüdlichen Erinnern machen sie deutlich, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte und Freiheit sind.

Ebenso danken wir dem Dirk Vogel für seine sensible fotografische Annäherung, die in den Porträts der „Frauen von Hoheneck“ eindrucksvoll sichtbar wird. Er gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, die noch bis zum 5. Oktober 2026 im Herbert-Wehner-Haus zu sehen ist.

Ein besonderer Dank geht auch an Cathia Hecker, deren Interviewtexte den porträtierten Frauen eine eindringliche Stimme verleihen. Das Begleitbuch zur Ausstellung erscheint am 22. Juli 2026 im Vergangenheitsverlag – ein Buch gegen das Vergessen, das wir euch sehr ans Herz legen.

Ein besonderer Moment war für uns die Anwesenheit der 95-jährigen Annemarie Krause, selbst eine der porträtierten Frauen, die gemeinsam mit ihrer Tochter Verena an der Veranstaltung teilnahm. Wer die Ausstellung besucht und das Begleitbuch liest, wird verstehen, warum ihre Geschichte so berührt.

Unser Dank gilt außerdem Prof. Dr. Christoph Meyer, der in seinem Vortrag Herbert Wehners Rolle bei den Häftlingsfreikäufen aus der DDR einordnete, sowie Sonnhild Lindner, die die Korrespondenz ihrer Familie mit den Wehners mit uns teilte. Ihren Freikauf verdankte sie unmittelbar dem Einsatz von Herbert und Greta Wehner.

Historiker und Kurator Peter Wellach inspirierte uns mit seinem Podiumsbeitrag direkt zu einer Bildungsfahrt im Jahr 2027, die den Weg in die Freiheit vom ehemaligen Kaßberg-Gefängnis – dem „Tor zur Freiheit“ – bis zum ehemaligen Notaufnahmelager Gießen nachzeichnen wird. Beide Orte sind heute bedeutende Lern- und Erinnerungsorte, deren Ausstellungen von beier+wellach konzipiert wurden.

Und natürlich danken wir Pia Heine, die mit Empathie und großer Sachkenntnis durch den Nachmittag geführt hat.

Um es mit Karins gern verwendeten Worten zu sagen: „Es war uns ein Fest“ – eines anlässlich des 120. Geburtstags von Herbert Wehner.


Feedback

„Liebe Frau Pritzel, liebe Frau Seifert,
was war das für ein schöner Samstag mit der großartigen Veranstaltung. Ihre Vorbereitungen dazu waren aufwändig und für uns „Betroffene“ glichen diese einer besonderen Wertschätzung.“
(Konstanze Helber)

„Ich fand die Veranstaltung auch sehr gelungen: Die Bilder hingen einfach toll, die Raumgestaltung wunderschön und die Begegnungen und Impulse sehr beeindruckend. Vielen Dank Ihnen für alle Mühe und diese Möglichkeit!“ (Cathia Hecker)

„Geschichte muss man erleben, um zu verstehen. Umso schöner, wenn man eine Tochter hat, die gerne intensiv in längst Vergangenes einsteigt, zuhört, nachfragt. So haben wir heute gemeinsam die Gelegenheit genutzt, den 120. Geburtstag von Herbert Wehner im gleichnamigen Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. mit einer hochinteressanten Veranstaltung zu den „Frauen von Hoheneck“ zu begehen. Super Initiative! Die Ausstellung selbst ist lohnenswert – und noch bis Oktober an der Devrientstrasse in Dresden zu sehen. Gleichzeitig gab es heute eine Gesprächsrunde mit Zeitzeuginnen und einer historischen Einordnung zur Rolle Wehners bei den Freikäufen aus der DDR. Ein dunkles Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten darf.
Das ist auch Gitta Becke wichtig. Die engagierte Seniorin wollte Ende der 70er Jahre der politischen Engstirnigkeit in Sachsen entfliehen und landete statt im Westen im Gefängnis. Heute lebt sie wieder in Dresden und sagt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass sie überhaupt über die schlimme Zeit in Hoheneck sprechen kann. Trotzdem tut sie es, auch und ganz besonders gern mit Jugendlichen, wie meiner geschichtsbegeisterten 16-Jährigen, die sie beim Gehen extra nochmal ansprach. Wäre ein Selfie wert gewesen, so war es ein sehr herzlicher Austausch über Generationen und Lebenswege hinweg.“
(Dana Ritzmann in einem LinkedIn-Beitrag)


Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“

Die Foto- und Dokumentationsausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ ist noch bis zum 5. Oktober 2026 im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses, Devrientstr. 7 in Dresden zu sehen. Ein Besuch ist während der Geschäftszeiten, Mo-Fr 10:00 bis 15:30 Uhr möglich. Wir bitten um vorherige ANMELDUNG per E-Mail an: info@wehnerwerk.de

Aktuelles-Artikel

01. Juli 2026

Neue Mitarbeiterin in der kommunalpolitischen Bildung

Viele von euch kennen sie bereits als freie Mitarbeiterin des Wehnerwerks: Mila Aurelia Hübler. In den vergangenen Jahren plante, organisierte und begleitete sie zahlreiche Bildungsfahrten. Außerdem war die studierte Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin im Bereich der politischen Bildung der Bundeswehr tätig und kennt die Arbeit des Wehnerwerks aus unterschiedlichen Perspektiven. Seit dem 1. Juli 2026 verstärkt sie das Team im Bereich der kommunalpolitischen Bildungsangebote.

Wir freuen uns, dass Mila nun fest zum Team gehört, und heißen sie in ihrer neuen Rolle herzlich willkommen.