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04. Januar 2021

Jubiläumsjahr 2021: Wie Freital zu seinem Namen kam

Vor einhundert Jahren, im Oktober 1921, schlossen sich die Gemeinden Döhlen, Potschapel und Deuben im Plauenschen Grund bei Dresden zu einer Stadt zusammen. Was fehlte, war ein Name für die neue Stadt. Dutzende Vorschläge lagen auf dem Tisch, darunter so innovative Wortschöpfungen wie „Döpodeu“. Es war schließlich der Gemeindeälteste von Döhlen, Julius Hermann Henker (Unabhängige Sozialdemokraten), der mit der Idee auftrat, die neue Stadt „Freital“ zu nennen: Ein Tal der Freiheit, in dem alle Bürgerinnen und Bürger frei von materieller Not, sozial und gerecht zusammen leben sollten. Die Idee spiegelt sich auch im Wappen wieder, womöglich in Anlehnung an die Farben der Weimarer Republik in schwarz-rot-gold gehalten, das die junge Stadt bis 1938 führte: Vor der aufgehenden Sonne eine stolze Fabrik, davor die Weißeritz, die sich frei ihren Weg durch den roten Plauenschen Grund bahnt.