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Herbert-Wehner-Bildungswerk e. V.

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Aktuelles-Artikel

25. Juni 2026

Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ eröffnet

Seit 24. Juni und noch bis zum 5. Oktober 2026 könnt ihr bei uns im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses (Devrientstr. 7 in Dresden) die Ausstellung „Die Frauen von Hoheneck“ auf Anfrage besichtigen.

Die Foto- und Dokumentationsausstellung widmet sich den Schicksalen politischer Gefangener des berüchtigten DDR-Frauengefängnisses Hoheneck in Stollberg/Erzgebirge. Sie porträtiert Frauen, die inhaftiert wurden, weil sie sich dem SED-Regime widersetzten oder das Land verlassen wollten.

Zu sehen sind ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotografien des Fotografen Dirk Vogel sowie begleitende Texte von Cathia Hecker, die die Lebensgeschichten der Betroffenen erzählen: Geschichten von 19 Frauen und einem Mann, der als Kind mit seiner inhaftierten Mutter vor Ort war.

Es sind Gesichter, die uns in dieser Ausstellung begegnen. Gesichter von Frauen, die Unrecht erfahren haben – und die sich dennoch nicht darauf reduzieren lassen. „Die Frauen von Hoheneck“ ist keine Ausstellung über die Vergangenheit allein, sondern auch über die Gegenwart. Über Menschen, die heute auf uns blicken – selbstbewusst, verletzlich, geprägt von dem, was war, aber nicht allein darauf festgelegt.

Die Ausstellung wurde initiiert vom „Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V.“


Hier gehts zur ANMELDUNG oder ihr schickt uns eine E-Mail an: info@wehnerwerk.de


Die Ausstellungsmacher:innen

Cathia Hecker ist Kommunikations- und Fotodesignerin. In ihrer Arbeit verbindet sie Fotografie, Gestaltung und Text zu Projekten mit einem gesellschaftlichen und sozialen Schwerpunkt. Ihre Bildbände „Hanna, Lebensbilder eines Kindes“ und „Haus Iris – Porträts“, beschäftigen sich mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Mit Dirk Vogel arbeitete sie bereits für den Bildband „Zeugen der Zeit“ zusammen. Für die Interviews beschäftigte sie sich intensiv mit der Geschichte der Strafgefangenen in Hoheneck.

Dirk Vogel beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Thematik der DDR-Diktatur. 2011 publizierte er den Bildband „Gesichter der Friedlichen Revolution“, der Schwarzweißporträts von Männern und Frauen der DDR-Bürgerrechtsbewegung zeigt. 2022 fotografierte er den Bildband „Zeugen der Zeit“ mit Porträts von Zeitzeugen, die im Gefängnis Hohenschönhausen inhaftiert waren.

Das Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/DDR-Diktatur e.V. ist ein Zusammenschluss von Frauen, die aus politischen Gründen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR verfolgt und inhaftiert wurden. Der Verein setzt sich für die Aufarbeitung von Unrecht, die Erinnerung an die Opfer sowie für Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen ein. Zudem engagiert er sich in der Bildungsarbeit, um die Geschichte politischer Repression in der DDR öffentlich sichtbar zu machen.


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